Reiseziele

Marokko: Marrakesch, Essaouira und Imsouane – zwei Wochen zwischen Medina und Atlantik

19.10.2026 · 4 Min. Lesezeit
Blaue Fischerboote im Hafen von Essaouira

Unsere Marokko Reise hat zwei Wochen gedauert: Marrakesch, die blaue Hafenstadt Essaouira und das Surferdorf Imsouane.

Vom 19. September bis zum 6. Oktober 2024 waren wir in Marokko und Südspanien. Die Route: zwei Tage Marrakesch, dann an die Küste nach Essaouira, fünf Tage im Surferdorf Imsouane, wieder über Essaouira zurück nach Marrakesch – und zum Abschluss sechs Tage Málaga, weil die Flüge von dort günstig waren und wir noch Sonne wollten.

Marrakesch: laut, eng, unvergesslich

Die Medina von Marrakesch ist ein Labyrinth, und das Zentrum ist der Jemaa el-Fna. Tagsüber Orangensaftstände und Wasserverkäufer, am Abend verwandelt sich der Platz in eine riesige Garküche mit Rauch, Trommeln und Geschichtenerzählern. Ein paar Dinge helfen:

Essaouira: Wind, Möwen, blaue Boote

Von Marrakesch sind es rund drei Stunden mit dem Auto an den Atlantik. Unterwegs stehen die berühmten Ziegen in den Arganbäumen – oft von Bauern dorthin gestellt, ein Foto kostet ein paar Dirham. Essaouira ist das Gegenteil von Marrakesch: entspannt, windig, weiß-blau. Der Hafen mit den hunderten blauen Fischerbooten ist am Vormittag am schönsten, wenn der Fang verkauft wird. Frischen Fisch kann man direkt an den Ständen aussuchen und grillen lassen. Die Stadtmauer (Skala) mit den alten Kanonen ist der Platz für den Sonnenuntergang.

Imsouane: das Surferdorf

Imsouane liegt eineinhalb bis zwei Stunden südlich von Essaouira an einer Bucht, in der eine der längsten Wellen Afrikas läuft – lang, sanft und ideal für Anfänger und Longboards. Das Dorf selbst ist klein: ein paar Surfcamps, Cafés, Fischer. Fünf Tage dort waren genau richtig zum Runterkommen. Surfbretter und Unterricht gibt es überall im Ort; Neoprenanzug auch im September empfehlenswert, der Atlantik ist frisch.

Autofahren in Marokko

Die Hauptstraßen sind gut; Marrakesch–Essaouira ist eine gut ausgebaute Landstraße, Autobahnen (etwa Richtung Agadir) kosten Maut. Was man wissen muss: Es gibt sehr viele Radarkontrollen, oft direkt vor und nach Ortschaften, und die Polizei kassiert gleich vor Ort. Tempolimit genau einhalten. In der Stadt gilt Vorrang im Kreisverkehr oft für den, der hineinfährt – vorsichtig fahren. In der Medina von Marrakesch kann man nicht fahren; Parkplatz am Rand mit Wächter suchen. Mehr zur Wahl des Fahrzeugs: Mietwagen oder Motorrad.

Geld: Dirham und Bargeld

Der Dirham ist eine geschlossene Währung – offiziell darf man ihn nur in kleinen Mengen ein- und ausführen. Also vor Ort abheben, mit der Wise-Karte an Bankautomaten, und vor dem Abflug ausgeben oder zurücktauschen (Wechselbeleg aufheben). In der Medina, an Ständen und im Taxi geht nur Bargeld; Riads und größere Restaurants nehmen Karte. Unsere Erfahrungen mit Karten und Gebühren stehen in Geld im Ausland.

Internet

Eine lokale SIM (Maroc Telecom, Orange oder inwi) bekommt man am Flughafen gegen Reisepass, Datenpakete sind günstig. Alternativ eine eSIM vor der Abreise. In Imsouane war das Netz an manchen Tagen schwach – wer dort arbeiten muss, sollte eine Alternative haben.

Und Málaga?

Sechs Tage Costa del Sol nach zwei Wochen Marokko fühlen sich an wie eine andere Welt: Strandpromenade, Tapas, alles funktioniert. Der perfekte Ausklang – und von Málaga gibt es viele Direktflüge nach Wien.

Würden wir wieder?

Sofort. Beim nächsten Mal würden wir länger an der Küste bleiben und Marrakesch auf zwei Nächte begrenzen – intensiv, aber nach zwei Tagen reicht es.

Marokko Reise – Jemaa el-Fna in Marrakesch am Abend
Jemaa el-Fna in Marrakesch am Abend · Foto: Lviatour
Garküche am Jemaa el-Fna in Marrakesch
Garküche am Jemaa el-Fna in Marrakesch · Foto: Grand Parc – Bordeaux, France from France
Tajine mit Hühnchen und Minztee
Tajine mit Hühnchen und Minztee · Foto: calflier001

Bildnachweis

Die Fotos in diesem Beitrag stammen nicht von uns, sondern sind frei lizenziert (Wikimedia Commons / Openverse): Blaue Fischerboote im Hafen von Essaouira – Elgaard, CC BY-SA 4.0; Jemaa el-Fna in Marrakesch am Abend – Lviatour, CC BY-SA 3.0; Garküche am Jemaa el-Fna in Marrakesch – Grand Parc – Bordeaux, France from France, CC BY 2.0; Tajine mit Hühnchen und Minztee – calflier001, CC BY-SA 2.0. Eigene Fotos von dieser Reise folgen.

Marokko Reise: unser Fazit

Unser Fazit zur Marokko Reise: Marrakesch ist intensiv, deshalb tut danach die Küste besonders gut. Außerdem lohnt es sich, Bargeld dabei zu haben und beim Handeln gelassen zu bleiben. Alle Highlights der Stadt stehen in Marrakesch Sehenswürdigkeiten; Hintergründe zum Land findest du bei Wikipedia.

Lust auf Pferde? Lies unseren Bericht über das Reiten an Marokkos Atlantikküste.

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