
Marokko Reisezeit: die beste Zeit Monat für Monat – mit Klimatabelle
Die beste Marokko Reisezeit Monat für Monat – mit Klimadaten für Marrakesch, Fès, Küste und Wüste, Ramadan 2027, Festivals und den typischen…

Tokio Sehenswürdigkeiten gibt es viele – aber nicht alle lohnen sich. Deshalb steht hier unsere ehrliche Liste: was wir selbst angeschaut haben, wie viel Zeit du einplanen solltest und was du dir getrost sparen kannst.
Kurz beantwortet
Tokio ist riesig und besteht eigentlich aus vielen Städten. Wer versucht, alles zu sehen, verbringt den Urlaub in der U-Bahn. Wir waren vom 29. August bis 2. September 2024 in Tokio, direkt nach fünf Wochen Thailand. Nach Tuk-Tuks, Garküchen und Chaos war Japan ein Kulturschock in die andere Richtung: leise U-Bahnen, pünktliche Züge, keine Mülleimer und trotzdem kein Müll. Hier findest du, welche Orte sich lohnen, wie viel Zeit du einplanen solltest und was du dir sparen kannst. Unseren Gesamteindruck der Reise findest du im Bericht Japan: Tokio und Osaka in zehn Tagen – nach fünf Wochen Thailand.
Die Tabelle zeigt, was du pro Ziel an Zeit einplanen solltest und womit du beim Eintritt rechnen kannst. Preise sind Richtwerte (ca., Stand 2026) und ändern sich, vor allem bei Aussichtsplattformen mit Zeitfenstern. Prüfe sie vor dem Besuch auf der offiziellen Website.
| Ziel | Lage | Zeitbedarf | Eintritt (ca., Stand 2026) | Beste Zeit |
|---|---|---|---|---|
| Shibuya-Kreuzung & Shibuya Sky | Bahnhof Shibuya | 1,5–3 Std. | Kreuzung gratis; Shibuya Sky ca. 2.000–3.000 Yen, je nach Zeitfenster | Sonnenuntergang, Ticket vorab buchen |
| Shinjuku: Omoide Yokocho & Golden Gai | Bahnhof Shinjuku | 2–3 Std. | Gassen gratis; Getränke und Snacks extra, in Golden Gai oft ein Aufpreis pro Sitzplatz | Abends |
| Sensō-ji in Asakusa | Station Asakusa | 1,5–2,5 Std. | Tempelgelände gratis | Früh am Morgen |
| Akihabara | Bahnhof Akihabara | 2–4 Std. | Gratis; Spielhallen und Einkäufe extra | Nachmittag bis Abend |
| Izakaya-Abend | in jedem Viertel | 1,5–2 Std. | Je nach Bestellung, meist günstiger als Touristenrestaurants | Ab dem frühen Abend |

Für vier bis fünf Tage haben wir diese Aufteilung im Kopf. Sie funktioniert, weil du pro Tag ein Viertel in Ruhe erlebst und nicht quer durch die Stadt hetzt:
Hast du nur zwei Tage, nimm Asakusa am Morgen, Shibuya zum Sonnenuntergang und Shinjuku am Abend. Akihabara kannst du streichen, wenn dich Elektronik und Anime nicht reizen.
Die Shibuya-Kreuzung ist weltberühmt. Mittendrin merkst du aber schnell, dass ein Foto und ein, zwei Überquerungen genügen. Der bessere Blick bietet sich von oben: Shibuya Sky liegt direkt am Bahnhof und zeigt Kreuzung und Stadt aus der Vogelperspektive. Buche das Ticket vorab. Die Zeitfenster rund um den Sonnenuntergang sind begehrt und oft früher ausgebucht als der Rest des Tages. Das Ticket kostet mehr als ein Eintritt im Museum. Plane also ein Zeitfenster ein, in dem du es wirklich genießt. Bei klarem Wetter lohnt es sich eher als bei dichtem Dunst.
Tagsüber ist Shinjuku vor allem Bahnhof und Hochhäuser. Abends zeigt das Viertel seine zwei Gesichter. In Omoide Yokocho stehen enge Gassen voller kleiner Grillstände, an denen du Spieße isst und Bier trinkst. In Golden Gai gibt es winzige Bars für etwa sechs Gäste. Jede Bar hat ihren eigenen Stil und ihre eigenen Stammgäste.
Typische Fehler: Du betrittst eine Bar, ohne vorher auf Schilder zu achten. Manche Bars verlangen einen Aufpreis pro Platz, manche bedienen bevorzugt Stammgäste. Frag lieber kurz nach, bevor du dich setzt, und geh weiter, wenn du nicht willkommen wirkst. Mit Kindern ist Golden Gai kein Ort für längere Aufenthalte. Ein kurzer Spaziergang durch die Gassen genügt.
Der Sensō-ji ist der älteste und bekannteste Tempel Tokios. Das Gelände kostet keinen Eintritt. Der Haken: Tagsüber drängen sich Gruppen durch die Einkaufsstraße davor. Wer früh morgens kommt, bevor die Gruppen eintreffen, erlebt den Tempel deutlich ruhiger und kann in Ruhe fotografieren. Die Souvenirläden öffnen später. Wenn du Mitbringsel willst, kommst du ohnehin besser später zurück oder schlenderst durch die Seitenstraßen.
Akihabara ist das Viertel für Elektronik, Anime und Spielhallen. Mehrstöckige Läden verkaufen Figuren, Games und Zubehör. Selbst wenn du nichts kaufen willst, lohnt ein Rundgang durch die Spielhallen, um die Geräusche, das Licht und die Konzentration der Spieler zu erleben. Rechne mit Münzen: Viele Automaten nehmen nur Yen-Münzen oder funktionieren per IC-Karte nicht. Plane also etwas Kleingeld ein.
Der unterschätzte Tokio-Tipp: ein Izakaya, also eine japanische Kneipe mit kleinen Gerichten, Bier und Highballs. Nebenan sitzen Büroangestellte nach der Arbeit. Das ist günstiger und aus unserer Sicht besser als jedes Touristenrestaurant. Bestelle mehrere kleine Teller zum Teilen und schau, was die Nachbarn essen. In manchen Lokalen musst du die Schuhe ausziehen. Mit Karte kannst du nicht überall zahlen, also halte Bargeld bereit.
Das Wichtigste zuerst: Lege die Suica-Karte direkt in Apple Wallet an und lade sie mit Kreditkarte auf. In Osaka heißt die Karte ICOCA, sie funktioniert aber überall. Damit fährst du U-Bahn, Bus und Regionalzug, zahlst im Konbini (7-Eleven, Lawson, FamilyMart) und an Getränkeautomaten. Kein Ticketkauf, kein Kleingeld.
Japan ist stärker bargeldorientiert, als man denkt. Kleine Lokale, Schreine und Automaten nehmen oft nur Yen. Die Geldautomaten in 7-Eleven akzeptieren ausländische Karten zuverlässig, wir haben mit der Wise-Karte abgehoben. In Hotels, Kaufhäusern und Ketten funktioniert die Karte problemlos. Mehr zu Karten und Gebühren liest du in unserem Beitrag Geld im Ausland.
Tokio lässt sich gut mit Osaka und Kyoto verbinden. Die Tabelle zeigt grobe Zeiten und Preise (ca., Stand 2026):
| Strecke | Dauer (ca.) | Kosten (ca., Stand 2026) | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Tokio – Osaka mit dem Shinkansen (Nozomi) | rund 2,5 Std. | ca. 14.000–15.000 Yen, je nach Sitzplatzart | Ticket am Automaten oder per SmartEX-App, Platz reservieren |
| Osaka – Kyoto | rund 30 Min. | je nach Zug unterschiedlich, mit IC-Karte zahlbar | Gut als Tagesausflug |
| Fushimi-Inari-Schrein | 1,5–3 Std. vor Ort | gratis | Rund um die Uhr offen |
Mit dem Nozomi bist du in etwa zweieinhalb Stunden in Osaka. Kaufe das Ticket am Automaten oder in der SmartEX-App und reserviere einen Platz. Wenn du bei klarem Wetter den Fuji sehen willst, setz dich Richtung Osaka auf die rechte Seite. Der JR Pass lohnt sich seit der Preiserhöhung 2023 für eine einzelne Strecke wie diese meist nicht mehr. Rechne vorher nach.
Osaka ist lauter, lustiger und bodenständiger als Tokio. Herzstück ist Dōtonbori am Kanal mit dem Glico-Läufer, den Leuchtreklamen und den Ständen mit Takoyaki (Teigbällchen mit Oktopus) und Okonomiyaki. Am Vormittag lohnt der Kuromon-Markt, am Nachmittag die Burg von Osaka. Für uns war Osaka die bessere Basis: günstiger als Tokio und nah an Kyoto und Nara. Wir waren vom 3. bis 7. September dort.
Von Osaka sind es rund 30 Minuten nach Kyoto. Der berühmteste Ort ist der Fushimi-Inari-Schrein mit tausenden orangen Torii-Toren, die sich den Berg hinaufziehen. Er ist rund um die Uhr offen und kostet keinen Eintritt. Wer um 7 Uhr da ist oder abends kommt, hat die Tore fast für sich. Nach der ersten halben Stunde Aufstieg werden es ohnehin deutlich weniger Leute.
Ende August und Anfang September ist es heiß, feucht und Taifunsaison. Behalte die Wetter-App im Blick, denn bei Sturm werden Züge eingestellt. Plane für Außenprogramme wie Asakusa den frühen Morgen ein und lege Aussichtsplattformen auf Tage mit klarer Sicht. Würden wir wieder fahren? Ja, aber im Frühling oder Herbst und mit mehr Zeit für Kyoto, Nara und die Japanischen Alpen.
Informiere dich vor der Reise über Einreisebestimmungen, Visafragen und aktuelle Sicherheitshinweise beim Außenministerium (für Österreich das BMEIA). Das gilt auch, wenn du Haustiere mitnehmen willst. Dafür gelten eigene Regeln, die du bei den offiziellen Stellen erfragen solltest. Erdbeben und Taifune sind in Japan ein Thema. Wirf vor der Reise einen Blick auf die offiziellen Hinweise.
Tokio belohnt dich, wenn du dir pro Tag ein Viertel vornimmst: Asakusa früh, Shibuya zum Sonnenuntergang, Shinjuku und ein Izakaya am Abend, dazu Akihabara für Elektronik und Anime. Verzichte auf überfüllte Zeiten, buche Shibuya Sky vorab und halte Yen bereit. Zehn Tage in Japan reichen für einen ersten Eindruck. Lust auf mehr machen sie garantiert.
Unser Fazit zu den Tokio Sehenswürdigkeiten: Plane lieber weniger ein und nimm dir dafür Zeit für die Orte, die dir wirklich gefallen. Außerdem lohnt es sich, die bekanntesten Tokio Sehenswürdigkeiten früh am Morgen oder am Abend zu besuchen, denn dann ist es ruhiger. Weitere Ziele, an denen wir selbst waren, findest du in unseren Reiseberichten; allgemeine Hintergründe zur Geschichte stehen zum Beispiel bei Wikipedia.
Passend dazu:
Vier bis fünf Tage reichen für einen guten ersten Eindruck mit Shibuya, Shinjuku, Asakusa und Akihabara. Mit zwei Tagen kannst du Asakusa, Shibuya und Shinjuku abdecken.
Die Shibuya-Kreuzung ist als reine Kreuzung schnell erledigt, besser ist der Blick von oben. Golden Gai ist für einen Spaziergang spannend, als Barabend wegen der winzigen Bars und möglicher Aufpreise nicht jedermanns Sache.
Früh am Morgen, bevor die Gruppen kommen. Das Gelände kostet keinen Eintritt, tagsüber ist es dafür deutlich voller.
Ja, zumindest etwas. Kleine Lokale, Schreine und Automaten nehmen oft nur Yen. Geldautomaten in 7-Eleven akzeptieren ausländische Karten zuverlässig. In Hotels, Kaufhäusern und Ketten klappt die Kartenzahlung meist problemlos.
Lege die Suica-Karte in Apple Wallet an und lade sie mit Kreditkarte auf. Damit fährst du U-Bahn, Bus und Regionalzug und zahlst im Konbini und an Getränkeautomaten, ohne Tickets oder Kleingeld.
Seit der Preiserhöhung 2023 meist nicht für eine einzelne Strecke wie Tokio–Osaka. Rechne vorher nach und vergleiche mit dem Einzelticket am Automaten oder in der SmartEX-App.
Frühling und Herbst sind angenehmer. Ende August und Anfang September ist es heiß, feucht und Taifunsaison, bei Sturm werden Züge eingestellt.
Stand: 20.10.2026. Preise und Regeln ändern sich – bitte vor der Reise bei den offiziellen Stellen prüfen.
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