Reiseziele

Japan: Tokio und Osaka in zehn Tagen – nach fünf Wochen Thailand

19.10.2026 · 3 Min. Lesezeit
Dotonbori-Kanal in Osaka

Japan in 10 Tagen ist knapp, aber machbar – wir hatten Tokio und Osaka nach fünf Wochen Thailand.

Nach fünf Wochen Thailand sind wir am 28. August 2024 von Bangkok nach Tokio geflogen. Vom 29. August bis 2. September waren wir in Tokio, vom 3. bis 7. September in Osaka. Nach Wochen mit Tuk-Tuks, Garküchen und Chaos war Japan ein Kulturschock in die andere Richtung: leise U-Bahnen, pünktliche Züge, keine Mülleimer und trotzdem kein Müll.

Ankommen: Suica aufs Handy

Das Wichtigste zuerst: die Suica-Karte (in Osaka heißt sie ICOCA, funktioniert aber überall) direkt in Apple Wallet anlegen und mit Kreditkarte aufladen. Damit fährt man U-Bahn, Bus und Regionalzug, zahlt im Konbini (7-Eleven, Lawson, FamilyMart) und an Getränkeautomaten. Kein Ticketkauf, kein Kleingeld.

Tokio: eine Stadt aus vielen Städten

Tokio ist riesig, aber jedes Viertel fühlt sich anders an. Unsere Empfehlungen für vier, fünf Tage:

Mit dem Shinkansen nach Osaka

Tokio–Osaka dauert mit dem Nozomi etwa zweieinhalb Stunden. Tickets am Automaten oder in der App (SmartEX) kaufen, Platz reservieren, rechte Seite Richtung Osaka für den Blick auf den Fuji (bei klarem Wetter). Der JR Pass lohnt sich seit der Preiserhöhung 2023 für eine einzelne Strecke wie diese meist nicht mehr – nachrechnen.

Osaka: die Stadt zum Essen

Osaka ist lauter, lustiger und bodenständiger als Tokio. Herzstück ist Dōtonbori am Kanal mit dem Glico-Läufer, den Leuchtreklamen und Ständen mit Takoyaki (Teigbällchen mit Oktopus) und Okonomiyaki. Am Vormittag lohnt der Kuromon-Markt, am Nachmittag die Burg von Osaka. Osaka war für uns die bessere Basis: günstiger als Tokio und nah an Kyoto und Nara.

Tipp: Kyoto als Tagesausflug

Von Osaka ist man in rund 30 Minuten in Kyoto. Der berühmteste Ort ist der Fushimi-Inari-Schrein mit tausenden orangen Torii-Toren, die sich den Berg hinaufziehen. Er ist rund um die Uhr offen und kostet keinen Eintritt – wer um 7 Uhr da ist oder abends kommt, hat die Tore fast für sich. Nach der ersten halben Stunde Aufstieg werden es ohnehin deutlich weniger Leute.

Geld

Japan ist noch stärker bargeldorientiert als man denkt – kleine Lokale, Schreine und Automaten nehmen oft nur Yen. Die Geldautomaten in 7-Eleven nehmen ausländische Karten zuverlässig; wir haben mit der Wise-Karte abgehoben. In Hotels, Kaufhäusern und Ketten geht Karte problemlos. Mehr zu Karten und Gebühren in Geld im Ausland.

Was man wissen sollte

Würden wir wieder?

Ja, aber im Frühling oder Herbst und mit mehr Zeit für Kyoto, Nara und die Japanischen Alpen. Zehn Tage reichen für einen ersten Eindruck – Lust auf mehr machen sie garantiert.

Japan in 10 Tagen – Tausend Torii von Fushimi Inari in Kyoto
Tausend Torii von Fushimi Inari in Kyoto · Foto: Zairon
Torii von Fushimi Inari bei Nacht
Torii von Fushimi Inari bei Nacht · Foto: DuckMaestro
Schrein von Fushimi Inari in Kyoto
Schrein von Fushimi Inari in Kyoto · Foto: Jakub Hałun

Bildnachweis

Die Fotos in diesem Beitrag stammen nicht von uns, sondern sind frei lizenziert (Wikimedia Commons / Openverse): Dotonbori-Kanal in Osaka – 32linesky, CC BY-SA 4.0; Tausend Torii von Fushimi Inari in Kyoto – Zairon, CC BY-SA 4.0; Torii von Fushimi Inari bei Nacht – DuckMaestro, CC BY-SA 4.0; Schrein von Fushimi Inari in Kyoto – Jakub Hałun, CC BY-SA 4.0. Eigene Fotos von dieser Reise folgen.

Japan in 10 Tagen: unser Fazit

Unser Fazit zu Japan in 10 Tagen: Zwei Basen statt vieler Hotelwechsel, eine Suica-Karte fürs Handy und ein Tagesausflug nach Kyoto. Außerdem lohnt es sich, Shinkansen-Fahrten nicht zu eng zu planen, denn dann bleibt Zeit fürs Essen. Alle Highlights der Hauptstadt stehen in Tokio Sehenswürdigkeiten; Hintergründe zum Land findest du bei Wikipedia.

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